Produktbereich Pflege-Onkologie

YERVOY®

Einleitung

Der CTLA-4-Hemmer YERVOY® (Ipilimumab) ist seit 2011 fest etabliert in der immunonkologischen Therapie des fortgeschrittenen malignen Melanoms.
YERVOY® (Ipilimumab) ist zur Behandlung von fortgeschrittenen (nicht resezierbaren oder metastasierten) Melanomen bei Erwachsenen indiziert.

Wirkmechanismus

YERVOY® (Ipilimumab) ist ein monoklonaler Antikörper, der sich gezielt gegen den hemmenden Immun-Checkpoint CTLA-4 richtet.
Dadurch wird die tumorbedingte "T-Zell-Bremse" des Immunsystems gelöst und zytotoxische T-Zellen aktiviert, die die Tumorzellen nun erkennen und zerstören können.
Weitere Informationen zu YERVOY® entnehmen Sie bitte der Fachinformation.

Dosierung und Art der Anwendung

Die Gabe von intravenösen Injektionen und Infusionen ist eine ärztliche Leistung. Sofern eine Delegation von Seiten des Arztes erfolgte, finden Sie im Folgenden Angaben zur Dosierung und Anwendung von YERVOY® (Ipilimumab).
YERVOY® wird als Konzentrat mit 5 mg Ipilimumab/ml zur Herstellung einer intravenösen Infusion zur Verfügung gestellt und ist erhältlich als

  • Durchstechflasche mit 10 ml (= 50 mg Ipilimumab)
  • Durchstechflasche mit 40 ml (= 200 mg Ipilimumab)

Dosierung
Das empfohlene Induktionsregime für YERVOY® liegt bei 3 mg/kg und wird intravenös über einen Zeitraum von 90 Minuten verabreicht – alle 3 Wochen für insgesamt 4 Dosen. Die Patienten sollten, sofern es die Verträglichkeit erlaubt, das gesamte Induktionsregime (4 Dosen) erhalten, unabhängig davon, ob neue Läsionen auftreten oder bestehende Läsionen weiter wachsen. Die Beurteilung des Tumoransprechens sollte erst nach Abschluss der Induktionstherapie durchgeführt werden.

Dauerhafter Behandlungsabbruch oder das Aufschieben von Dosen

Die Behandlung immunvermittelter Nebenwirkungen kann das Aufschieben einer Dosis oder einen dauerhaften Abbruch der Behandlung mit YERVOY® und die Einleitung einer Therapie mit systemischen hochdosierten Kortisonen erfordern. In einigen Fällen kann eine zusätzliche Therapie mit anderen Immunsuppressiva in Betracht gezogen werden. Eine Dosisreduktion wird nicht empfohlen.

Weitere Informationen zu YERVOY® entnehmen Sie bitte der Fachinformation.

Nebenwirkungen

Die Therapie mit YERVOY® (Ipilimumab) kann mit entzündlichen Nebenwirkungen einhergehen, die durch eine erhöhte bzw. übermäßige Aktivität des Immunsystems bedingt sind (immunvermittelte Nebenwirkungen) und wahrscheinlich mit seinem Wirkmechanismus in Verbindung stehen

Für eine nähere Beschreibung klicken Sie bitte auf die aufgeführte Nebenwirkung.

Endokrines system

mehr erfahren

Muskeln

mehr erfahren

Nervensystem

mehr erfahren

Magen-darm-trakt

mehr erfahren

Sonstige Nebenwirkungen

mehr erfahren

Allgemeine Empfehlungen zu immunvermittelten Nebenwirkungen finden Sie bitte hier.
Weitere Informationen zu YERVOY® entnehmen Sie bitte der Fachinformation.

Bestimmung des Schweregrades der Nebenwirkungen

Zum Management immunvermittelter Nebenwirkungen stehen dem behandelnden Arzt speziell entwickelte Behandlungsalgorithmen und Leitlinien zur Verfügung.