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Magenkrebs

3 min

Im Jahr 2016 erkrankten in Deutschland 5.840 Frauen und 9.300 Männer neu an Magenkrebs.

Erkrankung

Bei den Krebsneuerkrankungen steht Magenkrebs in Deutschland damit an achter Stelle bei Männern und an zehnter Stelle bei Frauen.  Männer erkranken im Mittel mit 72 Jahren an Magenkrebs, Frauen mit 76 Jahren.

Die 5-Jahres-Überlebensraten liegen bei ca. 30%.  Damit haben sich die Überlebenschancen in letzter Zeit zwar verbessert, im Vergleich mit anderen Krebserkrankungen ist der Verlauf (Prognose) jedoch nach wie vor eher ungünstig.

Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass das Magenkarzinom zu Beginn keine Beschwerden verursacht, und daher rund zwei Drittel aller Erkrankungen erst in einem fortgeschrittenen und inoperablem Stadium entdeckt werden.

Ursachen und Risikofaktoren

Wie bei vielen Krebserkrankungen spielen meist mehrere Faktoren eine Rolle, der Mediziner spricht von "multifaktoriellen" Ursachen.

Als wichtigster Risikofaktor gilt die Infektion mit Helicobacter pylori.  Dieses Bakterium siedelt sich im Magen an und verursacht eine andauernde (chronische) aktive Magenschleimhautentzündung (Gastritis). Diese kann dann über verschiedene Zwischenstufen zu Magenkrebs führen. Die Infektion mit Helicobacter pylori lässt sich heute leicht feststellen und gut behandeln, eine Impfung ist derzeit noch nicht erhältlich.

Weitere Risikofaktoren für die Entwicklung von Magenkrebs sind:

  • Tabakrauchen
  • Alkoholkonsum
  • Familiäre Belastung: Verwandte 1. Grades von Betroffenen haben ein erhöhtes Risiko, an Magenkrebs zu erkranken.
  • Ernährungsgewohnheiten
  • Andauerndes (chronisches) Sodbrennen (Refluxkrankheit) als Risiko für Krebs am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen (ösophago-gastralem Übergang), nicht für einen Tumor in anderen Bereichen des Magens
  • Übergewicht als Risikofaktor für Krebs am Übergang zwischen Speiseröhre und Magen
  • Seltene erbliche Tumorsyndrome

Symptome

Meist haben Patienten mit Magenkrebs lange keine oder nur unspezifische Beschwerden wie Völlegefühl, Appetitlosigkeit oder Bauchschmerzen, die häufig für harmlose Verdauungsbeschwerden gehalten werden.  Ernstzunehmende Warnzeichen können vor allem sein:

  • Schwierigkeiten beim Schlucken
  • Andauernde Schmerzen im Oberbauch
  • Häufiges Erbrechen
  • Starker Appetitverlust
  • Auffälliger Gewichtsverlust
  • Blutiger, schwarz gefärbter Stuhl (Teerstuhl); die Ursache können Blutungen im Magen sein

Animationen und Videos

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