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Gebärmutterkörperkrebs

2 min

Mit ca. 11.000 Neuerkrankungen pro Jahr und einem Anteil von 4.7% an allen bösartigen Tumorerkrankungen ist Krebs des Gebärmutterkörpers in Deutschland die fünfthäufigste Krebserkrankung bei Frauen.

Erkrankung

Gebärmutterkörperkrebs entwickelt sich fast immer aus der Schleimhaut (Endometrium), die den Körper (Korpus) der Gebärmutter (Uterus) von innen auskleidet.  Daher wird dieser Tumor in der Fachsprache auch EndometriumkarzinomKorpuskarzinom oder Gebärmutterschleimhautkrebs genannt.
Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei 69 Jahren, statistisch gesehen erkrankt etwa eine von 50 Frauen im Laufe ihres Lebens daran.  Da rund 80% der Tumore in einem frühen Stadium entdeckt werden, ist der Verlauf (Prognose) meist günstig, das relative 5-Jahres-Überleben liegt bei 80%.

Uraschen und Risikofaktoren

Etwa 80% aller Fälle von Gebärmutterkörperkrebs entstehen und wachsen unter dem Einfluss des weiblichen Geschlechtshormons Östrogen (östrogen-abhängig; Typ I-Karzinom), etwa 15 % sind hormonunabhängig entstanden (Typ II-Karzinom).

  • Risikofaktoren für das Typ I-Karzinom:  Beim Typ I-Karzinom wird der langfristige Östrogeneinfluss als Risikofaktor angenommen. Daher spielen die folgenden Faktoren eine Rolle:
    • Frühe erste Regelblutung (Menarche) und späte Wechseljahre (Menopause)
    • Kinderlosigkeit
    • Alleinige Östrogen-Therapie (ohne Zugabe von Gestagenen) im Rahmen der Hormonersatztherapie während und nach den Wechseljahren

  • Weitere Risikofaktoren sind:
    • Übergewicht, vor allem nach den Wechseljahren
    • Krankhafte Veränderung der Gebärmutterschleimhaut (Endometrium-Hyperplasie)
    • Behandlung mit Anti-Östrogenen im Rahmen einer Brustkrebserkrankung
    • Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus Typ 2)
    • Familiäres Dickdarmkrebs-Syndrom

  • Risikofaktoren für das Typ II-Karzinom
  • Beim seltenen Typ II-Karzinom gelten ein höheres Lebensalter sowie vorherige Bestrahlungen der Gebärmutter (z.B. wegen einer Krebserkrankung) als Risikofaktoren.

Symptome

Gebärmutterkörperkrebs wächst in der Regel relativ langsam.  Typische Alarmsignale können dabei die folgenden Symptome sein:

  • Blutungen nach den Wechseljahren
  • Bei Frauen über dem 35. Lebensjahr:
    • Außergewöhnlich starke Monatsblutungen oder Zwischenblutungen
    • Vor und nach der Regelblutung auftretende Schmierblutungen
  • Blutiger oder fleischfarbener, oft übel riechender Ausfluss
  • Andauernde (chronische) Schmerzen im Unterbauch
  • Ungewollte Gewichtsabnahme

Animationen und Videos

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