Onkologie Informationen für Pflegekräfte

Glossar

A

Ablativ

Tumorlast-verringernd

Abrasio

Acetylcysteinsäure

ACC

Ausschabung

ADH

Antidiuretisches Hormon

Adhäsion

Anhaftung an Oberflächen

Adipositas

Starkes Übergewicht, Fettleibigkeit

Adjuvant

Nach einer vollständigen Tumorentfernung durchgeführte Therapie mit dem Ziel ein Wiederauftreten des Tumors zu vermeiden

Adnexextirpation

Entfernung von Eileitern und Eierstöcken

Adrenalins

Entzündung der Nebenniere

AFP

Alpha-Fetoprotein

Afterloading

Nachladeverfahren bei der Bestrahlungstherapie

ALL

Akute lymphatische Leukämie

Allo-HSCT

Hämatopoetische allogene Stammzelltransplantation

Allogen

Von einem anderen Menschen stammend (Fremdspende)

Alveolen

Lungenbläschen

Amelanotisch

Das Melanin (Farbstoff der Haut) fehlt

AML

Akute myeloische Leukämie

Amyloidose

Ablagerung krankhafter, von Myelomzellen übermäßig produzierter, Eiweißstoffe (Leichtketten), in verschiedenen Organen.

Analgetika

Schmerzmedikamente

Anämie

Blutarmut

Anamnese

Krankengeschichte

Anamneseerhebung

Systematische Befragung des Arztes, um die aktuellen Beschwerden, die gesundheitliche Vorgeschichte, besondere Dispositionen (z. B. Allergien), die Lebensumstände und das genetische Risiko des Patienten zu erfassen.

Angiogenese

Neubildung von Blutgefäßen

Angiogenese-Hemmer

Zielgerichtete Krebsmedikamente, die die Bildung neuer Gefäße im Tumor hemmen

Antiemetika

Medikamente gegen Übelkeit und Erbrechen

Antiemetisch

Brechreizlindernd

Antigene

Körperfremde Substanzen, auf die der Körper mit einer spezifischen Antwort des Immunsystems reagiert

Antikörper

Antikörper sind eine Immunantwort des Körpers auf fremde Substanzen. Sie binden an Antigene und machen diese für den Körper unschädlich. Antikörper werden von weißen Blutzellen, den B-Lymphozyten produziert.

Antimykotisch

Pilztötend

Anxiolytisch

Angstlösend

Aorta

Hauptschlagader

Aplasie

Fehlende Neubildung von Blutzellen

Apoptose

Programmierter Zelltod

Appendektomie

Operative Entfernung des Blinddarms

aPPT

Aktivierte partielle Thromboplastinzeit

Areal

Abschnitt

Arrhythmie

Herzrhythmusstörung

Arterielle Hypertonie

Blutdruckanstieg im systemischen Kreislauf

Aspiration

Eindringen von Speiseresten in die Lunge

Aspirationsbiopsie

Entnahme von Flüssigkeit, Zellen oder Gewebeproben aus einem Organ mittels einer Nadel (sog. Saugbiopsie) zur feingeweblichen Untersuchung

Astrozytom

Gehirntumor, der von Astrozyten ausgeht, die zum Stützgewebe (Gliazellen) des Zentralnervensystems gehören

Asymmetrie

Fehlende Symmetrie

Aszites

Bauchwassersucht

Atemdepression

Störung des Atemantriebs

Autolog

Vom Patienten selbst stammend

Axillär

In den Achselhöhlen

B

β-HCG

Humanes Choriongonadotropin

Basophile

Auch basophile Granulozyten, sind bestimmte weiße Blutkörperchen, die bei allergischen Reaktionen eine Rolle spielen. Ihr Anteil an den Granulozyten beträgt weniger als 1 Prozent.

BCG

Bacillus Calmette-Guérin; abgeschwächte, nicht mehr krankheitsverursachende Tuberkulose-Erreger

BCG-ABL

Fehlerhafter Eiweißstoff aus der Gruppe der Tyrosinkinasen, der bei chronischer myeloischer Leukämie (CML) durch das Philadelphia-Chromosom entsteht

BCR-ABL-Gen

BCR-ABL ist ein Fusionsgen auf Chromosom 22. Das Chromosom mit diesem Gen wird als Philadelphia-Chromosom bezeichnet. Es kommt bei fast 95 Prozent der Patienten mit CML (Chronische Myeloischer Leukämie) vor. Das Gen ABL im Fusionsgen enthält den Bauplan für ein Enzym, eine Tyrosinkinase. Dieses Enzym ist wesentlich an der Übertragung von Signalen beteiligt, die für die Regulation des Zellwachstums und der Zelldifferenzierung erforderlich sind. Durch die Fusion der beiden Gene wird das Tyrosinkinase-Gen aktiviert. Die Folge: Zellen mit diesem Gen vermehren sich unkontrolliert. Das molekulare Ereignis wird als Hauptursache für die Entstehung der CML angesehen.

BCR-ABL-Tyrosinkinase

Enzym, das das Wachstum von Leukämiezellen anregt und therapeutisch durch Tyrosinkinase-Inhibitoren gehemmt werden kann.

Bence-Jones-Proteinurie

Ausscheidung von krankhaften Eiweißstoffen bei Multiplem Myelom über die Niere mit dem Urin

Benigne

Gutartig

Biopsie

Gewebeentnahme

Bolus

Schnelle Gabe eines Medikaments innerhalb eines kurzen Zeitraums

Blastenzellen

Unreife Zellvorstufe, aus der reife Zellen hervorgehen.

Blutbild

Standardisierte Zusammenstellung wichtiger Befunde aus einer Blutprobe

Blutgefäß

Als Blutgefäß (auch: Ader) wird die röhrenförmige Struktur im Körper bezeichnet, in der das Blut transportiert wird. Alle Blutgefäße zusammen bilden den Blutkreislauf.

Blutstammzelle

Stammzellen, die primär im Knochenmark vorkommen und für die Zellneubildung des Blutes zuständig sind.

Brachytherapie

Bestrahlung von innen

Bronchien

Untere Atemwege

Bronchialkarzinom

Lungenkrebs

Bronchoskop

Gerät zur Spiegelung der Lunge

Bronchoskopie

Spiegelung der Lunge; bildgebendes Untersuchungsverfahren

BSG

Blutsenkungsgeschwindigkeit

B-Zelle

B-Lymphozyt; gehört zur Gruppe der weißen Blutkörperchen; wichtig für die körpereigene Abwehr

C

Calcitriol

Hormon, das in der Niere gebildet wird und für den Knochenstoffwechsel wichtig ist

Candida albicans

Hefepilz

CD4+-Zellen

Untergruppe der weißen Blutkörperchen, auch T-Helferzellen genannt

CD8+-Zellen

Untergruppe der weißen Blutkörperchen, auch T-Helferzellen genannt

Chronisch

Langanhaltend; sich langsam entwickelnd.

CLL

Chronische lymphatische Leukämie

CML

Chronische myeloische Leukämie

Coloration

Färbung

Conduit

Möglichkeit der künstlichen Harnableitung bei Harnblasenkrebs; die Harnleiter werden in ein ausgeschaltetes Dünndarmstück (Ileum) eingenäht (Ileum-Conduit)

COPD

Chronisch-obstruktive Lungenerkrankung

CPAP

Kontinuierliche positive Überdruckbeatmung

CRAB-Kriterien

Kriterien, ab wann eine Behandlung des Multiples Myeloms erfolgen sollte

CT

Computer-Tomographie; bildgebendes Untersuchungsverfahren

CTLA-4-Antikörper

CTLA-4 (Cytotoxic T-Lymphocyte-Antigen-4) ist ein Protein, das die körpereigenen Abwehrzellen (T-Zellen) in ihrer Aktivität hemmt. Ein CTLA-4-Antikörper blockiert diese hemmende Wirkung und aktiviert die T-Zellen, die dann z. B. Krebszellen bekämpfen können.

Cuff

Aufblasbare Manschette

D

Debulking

Operative Reduktion der Tumormasse

Dermaskop

Auflichtmikroskop

Dermatologe

Hautarzt

Dermis

(Leder-)Haut

Desmoplastisches Melanom

Eine Variante des malignen Melanoms.

Diabetes mellitus

Zuckerkrankheit

Diagnose

Erkennung und Benennung einer Erkrankung

Dialyse

Blutwäsche bei Nierenversagen

Diarrhö

Durchfall

DIC

Disseminierte intravasale Gerinnung oder Verbrauchskoagulopathie: Unkontrollierte Aktivierung des Gerinnungssystems mit überschießenden Blutgerinnung und Thrombosebildungen, sowie verstärkte Blutungsneigung durch Verbrauch der Gerinnungsfaktoren

Diuretika

Medikamente, die die Wasserausscheidung fördern

Differenzierung

Die Entwicklung von Zellen oder Geweben von einem weniger spezialisierten in einen stärker spezialisierten Zustand.

DKMS

Deutsche Knochenmarkspenderdatei

DNA

DNA (Desoxyribonukleinsäure) ist ein in allen Lebewesen und DNA-Viren vorkommendes Biomolekül und die Trägerin der Erbinformation.

DNS

Desoxyribonukleinsäure, Träger der Erbinformation

DLBCL

Diffus großzelliges B-Zell-Lymphom

DRU

Digital-rektale Untersuchung; Tastuntersuchung der Prostata vom Enddarm aus

Dyspnoe

Luftnot

E

EGFR

Epidermaler Wachstumsfaktor (engl. Epidermal Growth Factor)

Eigenschutzzeit

Zeit, die jemand mit ungebräunter Haut in der Sonne verbringen kann, ohne dass diese rot wird.

Einnahmemodus

Art und Weise der Einnahme von Medikamenten (Häufigkeit, Anwendungsart, Zeitpunkt etc.)

Ejakulation

Samenerguss

Embolie

Verschluss eines Blutgefäßes durch mit dem Blut eingeschwemmtes Material, wie Fetttropfen, Blutgerinnsel oder Luftblasen

Embolisat

Gefäßverschließendes Mittel

Emesis

Erbrechen

Emetogen

Erbrechen fördernd

Endogen

Von innen, innere Ursachen

Endokrine Therapie

Hormonentzugs-Therapie

Endometrium-Hyperplasie

Krankhafte Veränderung der Gebärmutterschleimhaut

Endometriumskarzinom

Gebärmutterschleimhautkrebs

Endosonographie

Ultraschalluntersuchung; dabei wird der Schallkopf in die natürlichen Körperöffnungen (z.B. Mund, After, Scheide) eingeführt und ist somit näher an der zu untersuchenden Zielstruktur.

Endoskop

Schlauch- bzw. röhrenförmiges medizinisches Instrument zur Untersuchung von Körperhöhlen und Hohlorganen

Enteral

Den Magen-Darm-Trakt betreffend. Steht für alle Formen der Nahrungsaufnahme, bei denen der Magen-Darm-Trakt seine normale Funktion behält und nicht umgangen wird.

Enzyme

Bestimmte Eiweißstoffe, die verschiedene Stoffwechselvorgänge im Körper beschleunigen

Eosinophile

Auch eosinophile Granulozyten, sind bestimmte weiße Blutkörperchen, die bei der Abwehr von Parasiten, bei Allergien und Autoimmunreaktionen beteiligt sind. Ihr Anteil an den Granulozyten beträgt 2 bis 4 Prozent.

Epidermis

Oberhaut

EPO

Erythropoetin; Hormon, das in der Niere gebildet wird und im Knochenmark die Bildung roter Blutkörperchen (Erythrozyten) anregt

ER

Östrogen-Rezeptoren

Erstlinientherapie

Therapie, die nach der Diagnosestellung bei einem Patienten als erstes eingeleitet wird. Wenn diese nicht anschlägt oder nicht vertragen wird, folgt die Zweitlinientherapie.

Erythrozyten

Rote Blutkörperchen; zuständig für den Sauerstofftransport im Blut.

Exanthem

Akne-ähnlicher Ausschlag

Exogen

Von außen, durch äußere Ursachen

Exposition

Das Ausgesetztsein des Körpers gegenüber (schädigenden) Umwelteinflüssen

Exsikkose

Austrocknung

Externa

Arzneimittel zur äußerlichen Anwendung auf der Haut

Externum/Extern

Zur äußerlichen Anwendung auf der Haut

Extramedullär

Außerhalb des Knochenmarks

Extranodalbefall

Organ- oder Gewebebefall außerhalb des lymphatischen Systems

Exzision

Als Exzision (lat. excidere: (her)ausschneiden) wird in der Medizin das chirurgische Entfernen von Gewebe aus dem Körper bezeichnet.

F

5-FU

5-Fluorouracil

Fatigue

Anhaltende Erschöpfung

FDG

Fluordesoxyglucose, radioaktiv markierter Zucker für die PET-Untersuchung

Fernmetastasen

Tochtergeschwülste in anderen Organen

FLIPI

Internationaler Prognostischer Index für das follikuläre Lymphom

Fraktionierung

Portionierung

FSH

Follikelstimulierendes Hormone

G

Gastritis

Entzündung der Magenschleimhaut

Gastroskop

Biegsamer Schlauch für die Gastroskopie

Gastroskopie

Magenspiegelung

Gastroenterologe

Facharzt für Magen-Darm-Erkrankungen

GB-A

Gemeinsamer Bundesausschuss

Gendefekt

Schadhafte Veränderung (Mutation) der Erbinformation.

Gerota-Faszie

Hülle aus Bindegewebe, umgibt die Nierenfettkapsel

G-CSF

Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor, Wachstumsfaktor für bestimmte weiße Blutkörperchen (Granulozyten)

GKV

Gesetzliche Krankenversicherung

GM-CSF

Granulozyten-/Makrophagen-Kolonie-stimulierender Faktor, Wachstumsfaktor für bestimmte weiße Blutkörperchen (Granulozyten)

GnRH-Analoga

Künstlich (synthetisch) hergestellte Substanzen, die in ihrer chemischen Struktur dem natürlichen Steuerungshormon Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH) ähnlich (analog) sind

Granulozyten

Bestimmte weiße Blutkörperchen, die eine Abwehrfunktion im Immunsystem haben.

Guillain-Barré-Syndrom

Seltene entzündliche Erkrankung der Nerven

GvHD

Graft versus host disease - Transplantat-gegen-Wirt-Erkrankung, d.h. nach einer Übertragung des Knochenmarkes und damit eines fremden Immunsystems wendet sich dieses gegen den Empfänger der Knochenmarksspende.

Gy

Gray; Abkürzung für die Strahlendosis

H

Harninkontinenz

Unfreiwilliger Urinverlust

Harnstoff

Abbauprodukt des Proteinstoffwechsels, wird zur Bestimmung der Nierenfunktion eingesetzt

Hämatogen

Ausbreitung über den Blutweg

Hämatopoetisch

Blutbildend

Hämoglobin

Roter Blutfarbstoff

Haut

Die Haut besteht aus drei verschiedenen Hautschichten, der Oberhaut, der Lederhaut und der Unterhaut, und dient unter anderem als Schutzhülle des Körpers.

Hautläsion

Hautverletzung

Hb

Hämoglobin

HCC

Hepatozelluläres Karzinom; Leberkrebs

Hepatitis

Entzündung der Leber

Hepatozyten

Leberzellen

HER2-Rezeptoren

Merkmal auf der Oberfläche von Tumorzellen; Bindungsstellen für bestimmte Wachstumsfaktoren

Positiver HER2-Rezeptorstatus

Vorhandensein von HER2-Rezeptoren auf der Tumorzelle

Herzinsuffizienz

Herzschwäche

HFS

Hand-Fuß-Syndrom

Histologie

Feingewebliche Untersuchung

Histopathologisch

Feingeweblich

HLA-Struktur

Humanes Leukozyten-Antigen-System; Regulationssystem des Organismus zur Abwehr von Fremdstoffen. Die HLA-Antigene sind primär Auslöser und Angriffsziele immunologischer Abwehrreaktionen gegen Organtransplantate. Die HLA-Typisierung ist bei der allogenen Transplantationsvorbereitung extrem wichtig. Je ähnlicher das HLA-System von Spenderorgan und Empfängerorgan ist, desto niedriger ist das Risiko einer Transplantatsabstoßungsreaktion und desto größer ist die Chance für eine erfolgreiche allogene Stammzelltransplantation.

Horizontale Wachstumsphase

Die anfängliche Wachstumsphase eines Hauttumors, in der er in der obersten Hautschicht zur Seite und nach oben wächst.

Hormone

Botenstoffe

HPG

Hospiz- und Palliativ-Gesetz

HPV

Humane Papillomaviren

Humorale Abwehr

Körpereigene Abwehr mit Antikörpern

Hyperfraktioniert

Mehrere Bestrahlungssitzungen an einem Tag

Hyperkalzämie

Anstieg des Kalziums im Blut

Hyperviskositäts-Syndrom

Dickflüssigkeit des Bluts durch übermäßig produzierte krankhafte Eiweißstoffe bei Multiplem Myelom

Hypofraktioniert

Nur ein- bis dreimalige Bestrahlungen wöchentlich

Hyponatriämie

Zu geringer Natriumgehalt im Blut

Hypophyse

Hirnanhangsdrüse

Hypophysitis

Entzündung der Hirnanhangdrüse

Hypospadie

Fehlanlage der Harnröhrenmündung

Hypothalamus

Zwischenhirn

Hypothermie

Kerntemperatur < 36,0° C

Hysterektomie

Vollständige Entfernung der Gebärmutter

Hysteroskop

Dünne Sonde zur Gebärmutterspiegelung

Hysteroskopie

Gebärmutterspiegelung

I

IFN-α

Interferon-alpha (von engl. „to interfere“ eingreifen, sich einmischen) ist ein Protein, das eine immunstimulierende und Tumorzellen angreifende Wirkung entfaltet. Es wird als körpereigenes Gewebshormon gebildet, vor allem von Leukozyten, Monozyten und Fibroblasten, kann aber auch als Medikament in körperunüblich hohen Dosen gegen Leukämien eingesetzt werden.

IHC

Immunhistochemie

Ikterus

Gelbsucht

Immun-Checkpoint-Modifier

Medikamente, die bestimmte Signalwege blockieren und so die Aktivität des Immunsystems beeinflussen (modifizieren) können.

Immunonkologische Therapie

Therapie, die das Immunsystem zur Bekämpfung von Krebszellen aktiviert

Immunmodulatoren

Medikamente, die das Immunsystem beeinflussen

Immunreaktion

Abwehrreaktion des Körpers

Immunsuppressiv

Die Immunantwort unterdrückend.

Immunsuppressiva

Medikamente, die die Abwehrreaktion unterdrücken

Immunsystem

Das Immunsystem ist das körpereigene Abwehrsystem. Es hat die Aufgabe, den Körper vor schädlichen Eindringlingen wie Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten zu schützen und diese zu bekämpfen.

IMRT

Intensitätsmodulierte Strahlentherapie

INR

International Normalized Ratio (standardisierter Quick-Wert)

In situ

Im Zusammenhang mit Krebs: Örtliche Begrenzung des Tumors.

Indolent

Langsam wachsend

Infertilität

Kinderlosigkeit/Unfruchtbarkeit

Inguinal

In der Leistengegend

Inhibitor

Hemmer, Hemmstoff

Inkontinente Harnableitung

Ständige Ausleitung des Urins über spezielle Auffangsysteme

IPI

Internationaler Prognostischer Index

Instillation

Einspülung

Interferon alpha

Ein körpereigener Eiweißstoff (Protein/Glykoprotein) mit einer immunstimulierenden, antiviralen und antitumoralen Wirkung.

Interleukin 2

Stoff aus der Gruppe der Zytokine, wird zur unspezifischen Immuntherapie eingesetzt

In-transit-Metastasen

Metastasen der Haut, die mehr als 2 cm vom Primärtumor entfernt, aber nicht jenseits des nächsten Lymphknotens liegen.

Intravenös

In die Vene appliziert

Intrathekal

In die Flüssigkeit appliziert, die das Gehirn und Rückenmark umgibt (Liquor)

Intravesikal

In die Harnblase appliziert

Intrazellulär

Im Zellinneren

Invasion

Das Überschreiten von Gewebegrenzen bei soliden Krebserkrankungen.

Isochromosom 17

Bei CML häufig beobachtete Chromosomenveränderung.

ISS

Abkürzung für Internationales Staging-System bei Multiplem Myelom

J

K

Kalte Knoten

Bereiche der Schilddrüse, in der keine Hormone gebildet werden

Karzinom

bösartiger Tumor, Krebs

Kastration

Entfernung der Keimdrüsen (Hoden und Eierstöcke)

Katabol

Abbauend

Katheterdekonnektion

Unterbrechung der Verbindung Port-Katheter

Keratinozyten

Der in der Epidermis hauptsächlich (über 90 Prozent) vorkommende Zelltyp. Dieser Zelltyp produziert Keratin und differenziert sich im Laufe der Verhornung, während er von der untersten Schicht der Oberhaut zu den obersten Schichten (die der Außenwelt zugewandt sind) gelangt. Im Ergebnis entsteht der Korneozyt (synonym: die Hornzelle).

Kernspin-Tomographie

Magnetresonanz-Tomographie (MRT)

Knochenmarkaspiration

Gewebeprobe, die über eine Nadel aus dem Brustbein oder Becken entnommen wurde, zur Untersuchung von Knochenmarkzellen.

Koagel

Blutpropf, Blutgerinnsel

Kolitis

Entzündung der Dickdarmschleimhaut

Koloskopie

Darmspiegelung

Kolposkopie

Untersuchung des Gebärmuttermundes mit einer beleuchteten Lupe

Konisation

Kegelförmige Gewebeentnahme aus dem Gebärmutterhals

Kontinente Harnableitungen

Willkürliche Urinentleerung bleibt erhalten

Korpus

Körper

Korpuskarzinom

Gebärmutterschleimhautkrebs

Kreatinin

Abbauprodukt der Säure Kreatin, die die Muskeln mit Energie versorgt; wird zur Bestimmung der Nierenfunktion eingesetzt

Kreatinin-Clearance

Wert, der anzeigt, wie gründlich das Blut in der Niere von Kreatinin befreit wird; wird zur Bestimmung der Nierenfunktion eingesetzt

Kryokonservierung

Einfrieren und Lagerung von biologischem Material bei extrem tiefen Temperaturen (z. B. durch Verwendung von flüssigem Stickstoff bei -196 Grad Celsius).

Kurative Behandlung

Behandlung mit dem Ziel der vollständigen Heilung

L

Laparoskop

Kleine Sonde für Laparoskopie

Laparoskopie

Endoskopische Untersuchung des Bauchraums ("Bauchspiegelung")

Laparotomie

Chirurgische Eröffnung der Bauchhöhle

Larynx

Kehlkopf

Larynx-Karzinom

Kehlkopfkrebs

Laryngoskopie

Kehlkopfspiegelung

Laxanzien

Abführmittel

LDH

Lactatdehydrogenase

Leberzirrhose

Schrumpfleber

Leukämie

Bösartige Erkrankung des blutbildenden oder des lymphatischen Systems mit überschüssiger Bildung vieler unreifer weißer Blutzellen

Leukapherese

Gezieltes Filtern von überschüssigen weißen Zellen aus dem Blut

Leukoplakie

Weißliche, nicht abwischbare Flecken auf der Mundschleimhaut ("Weißschwielenkrankheit")

Leukostase

Festkleben (Adhäsion) von Leukozyten an der Wand von Blutgefäßen, meist in Zusammenhang mit einem extremen Anstieg der Leukozytenzahl (Leukozytose)

Leukozyten

Weiße Blutkörperchen, die im Blut, im Knochenmark, in den lymphatischen Organen und anderen Körpergeweben zu finden sind.

Leukozytenanzahl

Anzahl an weißen Blutkörperchen.

Leuko(zyto)penie

Niedrige Zahl weißer Blutkörperchen

Leukozytose

Anstieg der Anzahl weißer Blutzellen (Leukozyten)

LH

Luteinisierendes Hormon

Libido

Sexuelles Interesse

Liquor

Flüssigkeit, die das Gehirn und Rückenmark umgibt ("Nervenwasser")

Logopäde

Stimmtherapeut

Lokal

Auf diese Region bezogen.

Lokale Therapie(n)

Die Behandlung am Ort der Erkrankung.

Lokalnarkose

Örtliche Betäubung

Lokalrezidiv

Erneutes Auftreten des Tumors an der zuvor betroffenen Stelle

Lumbalpunktion

Entnahme von Flüssigkeit, die das Gehirn und Rückenmark umgibt ("Nervenwasser"; Liquor) oder Einbringen von Medikamenten

Lungenembolie

Verschluss einer oder mehrerer Lungenarterien, meist durch ein Blutgerinnsel

Lungenkarzinom

Lungenkrebs
Operative Entfernung von Lymphknoten

Lymphadenektomie

Operative Entfernung von Lymphknoten

Lymphflüssigkeit

Die Lymphflüssigkeit (Lymphe) wird aus Gewebsflüssigkeit gebildet. Sie ist zuständig für den Transport von bestimmten Stoffen (z. B. Eiweiße, Lipide) durch den Körper. Außerdem spielt sie eine wichtige Rolle im Immunsystem: Sie leitet die Krankheitserreger an die Lymphknoten weiter, wo die Immunantwort eingeleitet wird.

Lymphgefäße

Die Lymphgefäße sind für den Abtransport der sich im Gewebe befindenden Flüssigkeit (Lymphe) verantwortlich. In das Lymphgefäßsystem sind Lymphknoten als Filterstationen eingeschaltet.

Lymphknoten

Lymphknoten gehören zum Immunsystem (Abwehrsystem). Sie sind eine „Filterstation“ für die Lymphe (Gewebswasser). Jeder Lymphknoten ist für die Aufnahme und Filtration der Lymphe einer Körperregion zuständig. Dieses gefilterte Areal wird tributäres Gebiet genannt, der Lymphknoten ist der regionäre Lymphknoten dieses Gebiets.

Lymphom

Sammelbegriff für Lymphknotenvergrößerungen beziehungsweise Lymphknotenschwellungen und Tumore der Lymphknoten.

M

Magenresektion

Operative Entfernung des Magens

Makrohämaturie

Sichtbares Blut im Urin

Makrophagen

Große, bewegliche, einkernige Zellen, die zum zellulären Immunsystem gehören, häufig auch als Fresszellen bezeichnet.

Makroskopische vollständige Resektion

Operative Entfernung der Tumormasse, bis sie mit bloßem Auge nicht mehr sichtbar ist

Maligne

Bösartig

Mammographie

Röntgenuntersuchung der Brust

Mammakarzinom

Brustkrebs

Mastektomie

Brustamputation

Mediastinal

Hinter dem Brustbein

Mediastinaltumor

Tumor hinter dem Brustbein

Medullär

Das Knochenmark betreffend

Melanin

Ein Pigment, das von den Melanozyten gebildet wird und für die Haut-, Haar- und Augenfarbe verantwortlich ist.

Melanom

Schwarzer Hautkrebs

Melanozyten

Die Pigmentzellen der Haut.

Menarche

Erste Regelblutung

Menopause

Letzte Regelblutung

Metabolisch

Den Stoffwechsel betreffend

Metaphasen-Chromosom

Ein Chromosom in der Metaphase der Zelle. In dieser liegt es am stärksten komprimiert vor.

Metastasierend

Tochtergeschwüre/-tumore bildend

Metastasierung

Die Bildung von Tochtergeschwüren eines bösartigen Tumors

Microstaging

Eine Technik zur Bestimmung des Tumorstadiums, bei der eine Probe des Tumorgewebes unter dem Mikroskop betrachtet wird.

MIK

Multikinase-Inhbitoren

Miktionsstörungen

Beschwerden beim Wasserlassen

Monotherapie

Therapie mit nur einem Wirkstoff.

Monoklonal

Genetisch identisch

Monozyten

Im Blut zirkulierende Zellen des Immunsystems und Vorläufer der Makrophagen.

Morbus

Krankheit

Morbus Kahler

Synonym für Multiples Myelom

MRT

Magnetresonanz-Tomographie, Kernspin; bildgebendes Untersuchungsverfahren

mTOR-Hemmer

Medikamente aus der Gruppe der Signalübertragungs-Hemmer, hemmen mTOR

MTX

Methotrexat; Folsäure-Antagonist

Mukositis

Schleimhautentzündung

Multifaktoriell

Mehrere Faktoren relevant

Multimodal

Aus mehreren Komponenten bestehend

Multiple

Viele

Mutation

Veränderung der Abfolge von Bausteinen im Erbgut (DNA). Mutationen können zu Änderung oder Verlust der Funktion von Genen führen und damit das Verhalten von Zellen beeinflussen (lat. mutatio „Veränderung“, „Wechsel“).

Myeloisch

Das Knochenmark betreffend

Myeloische Blasten

Unreife Vorstufen der Stammzellen der myeloischen Zellreihe

Myelome

Bösartige Wucherungen von entarteten Plasmazellen

Myelomzelle

Entartete Plasmazelle

Myelonkompression

Einengung des Rückenmarks

N

Nävus (Plural: Nävi)

Muttermal/Leberfleck

Nasoenteral

Ernährung über die Nase

Nasogastral

Über die Nase in den Magen

Nasointestinal

Über die Nase in den Dünndarm

Nausea

Übelkeit

Nebenwirkungen

Unerwünschte Begleiteffekte einer Therapie; besonders bei Chemotherapien begrenzen Nebenwirkungen die maximal verträgliche Dosis.

Neck Dissection

Entfernung von Halslymphknoten (englisch: neck = Hals, dissection = Präparieren)

Neoblase

Möglichkeit der künstlichen Harnableitung bei Harnblasenkrebs; aus einem großen, ausgeschalteten Dünndarmstück (Ileum) wird eine neue Blase geformt (Ileum-Blase)

Neoadjuvant

Vor einer Operation durchgeführte Therapie mit dem Ziel die Erfolgschancen der Behandlung zu verbessern.

Nephrektomie

Operative Entfernung der Niere

Neutropenie

Zu geringe Anzahl von weißen Blutkörperchen im Blut

NHL

Non-Hodgkin- Lymphom; bösartige Erkrankungen des lymphatischen Systems

Nicht-muskelinvasiv

Nicht in die Muskelschicht eingewachsen

Niereninsuffizienz

Eingeschränkte Nierenfunktion

NK-Zellen

Natürliche Killerzellen; spielen eine wichtige Rolle bei der Abwehr von Viren und Tumorzellen

Nodulär

Knötchenförmig

NSAR

Nicht-steroidale Antirheumatika, meist als Schmerzmittel- oder Entzündungshemmer verwendet

NSCLC

Abkürzung für engl. „non-small cell lung cancer": nicht-kleinzelliger Lungenkrebs

O

Obstipation

Verstopfung

Odem

Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe

Ökotrophologe

Ernährungsberater

Okularmikrometer

Ein in das Okular eines Mikroskops eingebautes Mikrometer, mit dem feine Messungen an Objekten möglich sind.

Omentektomie

Operative Entfernung des Bauchnetzes

Onkogen

Teile des normalen Erbgutes einer Zelle, die den Übergang vom normalen Wachstumsverhalten der Zelle zu ungebremstem Tumorwachstum fördern.

Onkolyse

Abtötung von Tumorzellen

Oral

Über den Mund

Orchiektomie

Operative Entfernung des Hodens

Ösophagitis

Entzündung der Speiseröhre

Ösophago-gastraler Übergang

Übergang zwischen Speiseröhre und Magen

Ösophagus

Speiseröhre

Osteoblasten

Bauen Knochensubstanz auf.

Osteoklasten

Bauen Knochensubstanz ab.

Osteoporose

Erkrankung des Knochens, die mit verminderter Knochendichte einhergeht.

Ovarialkarzinom

Eierstockkrebs

P

Palliativ

Zur Linderung tumorbedingter Beschwerden, wenn eine Heilung nicht mehr möglich erscheint.

Pankreas

Bauchspeicheldrüse

Pankreaskarzinom

Bauchspeicheldrüsenkrebs

Pankreatitis

Entzündung der Bauchspeicheldrüse

Paravasat

Infusion, die versehentlich ins Gewebe läuft

Partiell

Teilweise

Pathologie

Bereich der Medizin, der sich mit den krankhaften Veränderungen und Vorgängen im Körper beschäftigt

Pathologische Fraktur

Knochenbrüche ohne Einwirkung von außen

Paraproteine

Übermäßig produzierte krankhafte Eiweißstoffe bei Multiplem Myelom

Parenteral

Über die Blutbahn {z.B. intravenös} unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts

Partielle Nephrektomie

Operative Entfernung eines Teils der Niere

Pathologisch

Krankhaft

PCA

Patient Controlled Analgesia; patienten-kontrollierte Schmerztherapie

PEG

Perkutane endoskopische Gastrostomie; Magensonde über die Haut

PEJ

Perkutane endoskopische Jejunostomie; Dünndarmsonde über die Haut

Peritoneum

Bauchfell

Periteonealkarzinose

Metastasen im Bauchfell

Perkutan

Über die Haut

PET-Untersuchung

Positronen-Emissions-Tomographie; bildgebendes Untersuchungsverfahren

PET-CT

Kombination aus CT und PET

PflBRef

Pflegeberufe-Reformgesetz

PFS

Engl. "Progression free survival": Zeitraum ohne Fortschreiten der Tumorerkrankung

Pharynx

Rachen

Pharynx-Karzinom

Rachenkrebs

Plattenepithel-Karzinome

Karzinome, die von der Schleimhaut ausgehen

Pollakisurie

Verstärkter Harndrang, bei dem jeweils nur kleine Mengen Harn häufig entleert werden

Poly-Chemotherapie

Kombinationschemotherapie mit mehreren Zytostatika

Polyneuropathie

Nervenschäden an Händen und Füßen

Polyp

Schleimhautwucherung

Pouch-Blase

Möglichkeit der künstlichen Harnableitung bei Harnblasenkrebs; aus ausgeschalteten Darmstücken wird ein blasenähnlicher Sammelbeutel (engl. Pouch = Beutel) für den Harn gebildet, in den beide Harnleiter eingepflanzt werden

PR

Progesteron-Rezeptoren

Phagozytose

Aufnahme von kleinen Partikeln durch eine Zelle; z.B. Phagozytose von Krankheitserregern durch Makrophagen (Fresszellen)

Philadelphia-Chromosom

Charakteristisches Merkmal der chronischen myeloischen Leukämie. Ein kleineres Bruchstück des Chromosoms 9 mit dem Gen ABL und ein größeres Bruchstück des Chromosoms 22 mit dem Gen BCR vertauschen dabei ihre Plätze (Translokation).

Phytotherapie

Pflanzliche Therapie

Plasmozytom

Nur ein Krankheitsherd von Myelomzellen vorhanden

Plazebo

Scheinmedikament

Pleuraerguss

Flüssigkeitsansammlung im Brustkorb zwischen der Lunge und dem Lungenfell in der Pleurahöhle

Pneumonie

Lungenentzündung

Pneumonitis

Entzündliche Veränderung der Lunge, die in der Regel nicht durch Krankheitserreger, sondern durch Medikamente oder Strahlung ausgelöst wird

Polymerase-Kettenreaktion

Untersuchungsverfahren zur schnellen Vervielfältigung (Amplifikation) bestimmter Abschnitte der RNA oder DNA.

Polyneuropathie:

Erkrankung des Umhüllungsgewebes des peripheren Nervensystems. Je nach Befall kommt es zu motorischen, sensiblen oder vegetativen Symptome

Pontine Myelinolyse

Schädigung der Umhüllung von Nervenfasern im Bereich des Hirnstamms (genauer gesagt: im Bereich der Brücke, lat. pons)

Port

Kleine Kammer unter der Haut mit einem dünnen Schlauch, der in eine herznahe Vene mündet; zur Gabe von Chemotherapie-Medikamenten

Prämenopausal

Erst- oder Haupttumor

Primärtumor

Vor den Wechseljahren

Primäroperation

Erste Operation

Prognose

Vorher- oder Voraussage, die Krankheit betreffend.

Proliferation

Gewebevermehrung (lat. proles ‚Nachwuchs‘, ‚Sprößling‘ und ferre ‚tragen‘).

Prostata

Vorsteherdrüse

Prophylaxe

Vorbeugung

Prostatakarzinom

Prostatakrebs

Postkoital

Nach dem Geschlechtsverkehr

Postmenopausal

Nach den Wechseljahren

Proktitis

Entzündung der Enddarmschleimhaut

Prophylaktisch

Vorbeugend

Proteine

Eiweißstoffe

Protektiv

Schützend

Proteinurie

Gesteigerte Ausscheidung von Eiweiß über den Urin

Pruritus

Juckreiz

Psychopharmaka

Medikamente zur Behandlung psychischer Störungen

Punktmutation

Als Punktmutation wird in der Biologie eine Genmutation bezeichnet, bei der die Veränderung nur eine einzelne Nukleinbase betrifft.

Q

R

R0-Resektion

Tumor mit einem ausreichenden Sicherheitsabstand im Gesunden entfernt

Radikal

Vollständig

Radiojod-Therapie

Behandlung mit radioaktivem Jod

Radiotherapie

Strahlentherapie

Radiochemotherapie

Chemotherapie in Kombination mit einer Strahlentherapie

Radiotracer

Schwach radioaktiv markierter Stoff für die PET-Untersuchung und Szintigraphie

Refraktär

Nicht beeinflussbar

Refluxkrankheit

Sodbrennen

Regionär

Benachbart

Regionärer Lymphknoten

Jeder Lymphknoten ist für die Aufnahme und Filtration der Lymphe einer Körperregion zuständig. Dieses gefilterte Areal wird tributäres Gebiet genannt, der Lymphknoten ist der regionäre Lymphknoten dieses Gebiets.

Rektal

Über den Enddarm (Rektum)

Rekonstruktion

Operativer Wiederaufbau

Remission

Rückgang von Krankheitssymptomen oder Tumorgröße.

Remissionsziele

Rückgang von Krankheitssymptomen oder Tumorgröße.

Renin

Hormon, das in der Niere gebildet wird und an der Blutdruckregulierung beteiligt ist

Reproduktionstoxizität

Schädigende Wirkung auf die Fortpflanzungsfähigkeit.

Resektion

Die operative Entfernung bestimmter Gewebeteile eines Organs oder auch eines Tumors.

Resistenz

Unempfindlichkeit gegenüber einer Behandlung; z. B. von Krebszellen gegen eine Therapie.

Retroperitoneal

Im hinteren Bauchraum gelegen

Retroperitoneale Lymphadenektomie

Operative Entfernung der Lymphknoten im hinteren Bauchraum

Rezeptor

Bindungsstelle auf der Oberfläche von Zellen

Rezidiv

Erneutes Auftreten eines Tumors (Rückfall)

RFA

Radiofrequenz-Ablation

Risikofaktoren

Faktoren, die eine Erkrankung begünstigen

Risikopatienten

Patienten, die Risikofaktoren aufweisen.

RNA

Die Ribonukleinsäure (RNA) ist der kleine Bruder der DNA. Sie ist ein einzelsträngiges kettenförmiges Molekül, das aus DNA umgeschriebene Erbinformation eines einzigen Genes enthält und im Plasma der Zellen in das Genprodukt (= Eiweißmolekül, Protein) umgeschrieben wird (Biosynthese).

Roux-Y-Operation

Operativer Magenersatz, meist in Form einer ausgeschalteten Dünndarmschlinge

S

SAPV

Spezialisierte ambulante Palliativversorgung

Satelliten-Metastasen

Sind bis 2 cm vom Primärtumor entfernt.

Sedierend

Beruhigend

Sedierung

Dämpfung von Funktionen des zentralen Nervensystems durch ein Beruhigungsmittel

Seminom

Bösartiger Keimzelltumor des Hodens

Sentinel-Lymphknoten-Untersuchung

Wächter-Lymphknoten-Untersuchung

Sepsis

komplexe systemische Entzündungsreaktion des Organismus auf eine Infektion durch Bakterien, Toxine oder Pilze

Sequenz-Therapie

Verabreichung von Medikamenten in einer bestimmten Abfolge

Serum

Blutflüssigkeit (ohne Blutzellen)

Serum-Eiweiß-Elektrophorese

Spezielle Laboruntersuchung, bei der die unterschiedlichen Eiweißstoffe in der Blutflüssigkeit (Serum) nach Gruppen voneinander getrennt werden)

SIADH

Syndrom der inadäquaten ADH-Ausschüttung

SIRT

Selektive interne Strahlentherapie

Skelett-Szintigraphie

Bildgebendes Untersuchungsverfahren zum Nachweis von Knochenmetastasen

SLAMF7

Signaling Lymphocyte Activation Molecule Family Member 7; Eiweißstoff, der sich in großer Menge auf der Oberfläche von Myelomzellen und natürlichen Killerzellen des körpereigenen Abwehrsystems findet, nicht jedoch im normalen Gewebe oder anderen Blutzellen

Solitär

Einzeln

Sonographie

Ultraschall-Untersuchung; bildgebendes Untersuchungsverfahren

Spermien

Samenzellen

Splenomegalie

Milzvergrößerung (splen = die Milz, megas = groß, riesig); Vorkommen bei Krankheiten, die mit dem Immunsystem in Beziehung stehen, z. B. Leukämie.

Staging

Feststellung des Stadiums der Erkrankung

Stammzellen

Stammzellen sind Blutvorläuferzellen, aus denen verschiedene Arten von Zelltypen wie die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) und weißen (Leukozyten) Blutzellen sowie Blutplättchen (Thrombozyten) und einige andere Zellen entstehen. Die Stammzellen befinden sich primär im Knochenmark.

Stent

Medizinisches Implantat zum Offenhalten von Gefäßen oder Hohlorganen

Stereotaktische Biopsie

Besondere Form der Gewebeentnahme (Biopsie)

Stoma

Künstlicher Ausgang

Subkutis

Die Unterhaut. Sie liegt als dritte Hautschicht unter der Epidermis (Oberhaut) und der Dermis (Lederhaut).

Subtotal

Teilweise

Subtypen

Untertypen

Supportiv

Unterstützend

Symptom

Ein Anzeichen, das auf eine Erkrankung oder Verletzung hinweist.

Systemisch

Den gesamten Organismus betreffend

Systemische Therapie(n)

Behandlung, die den gesamten Organismus zur Bekämpfung einer Erkrankung einbezieht.

SZT

Stammzellen-Transplantation

T

TACE

Transarterielle Chemo-Embolisation

Tachykardie

Anstieg der Herzfrequenz

Targeted therapies

Zielgerichtete Therapien

Teerstuhl

Blutiger, schwarz gefärbter Stuhl

Teilresektion

Teilentfernung

Therapie-refraktär

Ohne Ansprechen auf die herkömmliche/bisherige Therapie

Thorakotomie

Eröffnung des Brustkorbs (Thorax)

Thorakoskopie

Endoskopische Untersuchung des Brustkorbs

Thorax

Brustraum

Thorax-Röntgen

Röntgenuntersuchung der Lunge

Thrombose

Bildung eines Blutgerinnsels in einem Blutgefäß

Thrombozyten

Blutplättchen, die die Gerinnung unterstützen.

Thrombozytopenie

Abfall von Blutplättchen (Thrombozyten)

Thyreoidektomie

Vollständige Entfernung der Schilddrüse

Tinnitus

Ohrgeräusche

Tis

Frühe Krebsformen, die noch nicht in umgebende Gewebeschichten eingewachsen sind („In situ-Tumore“)

TNM-Klassifikation

Klassifikation zur Stadieneinteilung von Tumoren nach der Tumorgröße und Ausbreitung in Lymphknoten und andere Organe

Total

Vollständig

Trachea

Luftröhre

Trachealkanüle

Kanüle zum Offenhalten des Tracheostomas

Trachelektomie

Teilentfernung der Gebärmutter

Tracheostoma

Künstliche Öffnung der Luftröhre nach außen am unteren Hals

Transaminasen

Enzyme, die vor allem in Leberzellen („Leberenzyme“), aber auch in Herz- und Skelettmuskelzellen vorkommen: GPT, Glutamat- Pyruvat-Transaminase (ALAT, Alanin- Aminotransferase); GOT, Glutamat-Oxalacetat- Transferase (ASAT, Aspartat-Aminotransferase)

Transdermal

Über die Haut

Transformation

Veränderung der Gestalt, Form oder Struktur. Unter „maligner Transformation“ versteht man den Übergang von normalen, in ihrem Wachstum kontrollierten Zellen zu unkontrolliert wachsenden Tumorzellen.

Translokation

Entsteht durch Umlagerung von Chromosomenabschnitten. Dabei tauschen in der Regel zwei Chromosomenstücke untereinander den Platz.

Transoral

Durch den Mund

Transzervikal

Von außen durch die Halsweichteile

Trimodale Therapie

Radiochemotherapie im Anschluss an die Tumorentfernung im Rahmen der Blasenspiegelung (transurethrale Resektion; TUR-B) bei Harnblasenkrebs

Trisomie

Von einer Trisomie (griech. „dreimal“ und „Körper“, hier Chromosomenkörper als Träger der Erbinformationen) spricht man, wenn ein Chromosom oder ein Teil eines Chromosoms dreifach (trisom) statt zweifach (disom) in allen oder einigen Körperzellen vorliegt.

TRU

Transrektaler Ultraschall; Ultraschalluntersuchung der Prostata durch den Enddarm (Rektum)

Tumor

Ansammlung bösartiger Zellen.

Tumorlyse

Zerfall von Tumorzellen mit Austritt von Zellbestandteilen

Tumorstaging

Die Einteilung des Tumors in verschiedene Stadien.

Tumorsuppressorgen

Kodierung von Proteinen, die den Zellzyklus kontrollieren oder die Apoptose auslösen.

Typisierung

Untersuchung der Gewebemerkmale vor einer Knochenmark- oder Stammzellentransplantation

Tyrosinkinase-Hemmer

Medikamente aus der Gruppe der Signalübertragungs-Hemmer

Tyrosinkinaseinhibitoren (TKI)

Tyrosinkinaseinhibitoren/Tyrosinkinasehemmer sind neuartige Medikamentenwirkstoffe, die bisher vor allem bei Tumorerkrankungen zum Einsatz kommen. Tyrosinkinasen können eine Schlüsselrolle bei der Entstehung von Tumorerkrankungen spielen, da sie daueraktiviert zu einer ungebremsten Zellteilung und damit zu einem unkontrollierten Tumorwachstum führen können. TKI als neuartige Substanzen hemmen diesen Mechanismus.

TUR-B

Transurethrale Resektion der Harnblase

T-Zellen

T-Zellen gehören zur Gruppe der weißen Blutkörperchen. Sie gehören zum Immunsystem und sind körpereigene Abwehrzellen.

U

Ulzeration

Geschwürbildung z. B. bei oberflächlich gelegenen Tumoren an Haut oder Schleimhaut.

Uratnephropathie

Ablagerung von Harnsäure in den Nieren und Schädigung der Nieren hierdurch

Urethra

Harnröhre

Urin-Zytologie

Urinuntersuchung zum Nachweis von Tumorzellen

UV-Index

Maß für die Intensität der sonnenbrandwirksamen UV-Strahlung. Je höher der UV-Index, desto höher das Sonnenbrandrisiko.

UV-Strahlung

UV-Strahlung ist die Abkürzung für „ultraviolette Strahlung“. Diese für den Menschen unsichtbare elektromagnetische Strahlung kommt z. B. in der Sonnenstrahlung vor.

V

Vaginal

Die Scheide betreffend

Vasogenes Hirnödem

Wassereinlagerung im Gehirn durch Störung der Blut-Hirn-Schranke (vasogen: von den Blutgefäßen ausgehend)

VEGF

Vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor

Vena-cava-Syndrom

Gestörter Rückfluss des venösen Blutes vom Kopf und den oberen Extremitäten zum Herzen

Vertikale Wachstumsphase

Die zweite Wachstumsphase eines Tumors nach der horizontalen Wachstumsphase. In dieser Phase wächst der Tumor durch die verschiedenen Hautschichten in die Tiefe. Dort kann er Anschluss an Blut- und Lymphgefäße erhalten und darüber Metastasen bilden.

Vitalparameter/-zeichen

Messgrößen wichtiger Körperfunktionen, insbesondere Herzfrequenz, Atemfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur

W

Wächterlymphknoten

Ein Konzept in der Erkennung und Behandlung bestimmter bösartiger Tumoren. Als Wächterlymphknoten werden in diesem Konzept diejenigen Lymphknoten bezeichnet, die im Abflussgebiet der Lymphflüssigkeit eines bösartigen Tumors an erster Stelle liegen.

Watch and Wait-Strategie

Engmaschige Überwachung und Untersuchung des Patienten

WHO

Weltgesundheitsorganisation

X

Y

Z

Zervikal

Am Hals

Zervixkarzinom

Gebärmutterhalskrebs

ZNS

Zentralnervensystem

ZVK

Zentraler Venenkatheter

Zyanose

Blauverfärbung der Haut

Zystektomie

Entfernung der Harnblase

Zystoskopie

Harnblasenspiegelung

Zytokine

Botenstoffe zwischen den Zellen

Zytogenetisch

Die Genetik der Zelle betreffend

Zytologie

Untersuchung einzelner Zellen unter dem Mikroskop

Zytomorphologisch

Die Zellstruktur betreffend

Zytostatika

Zellteilungs-Hemmer

Zytotoxisch

Zelltötend