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Lungenkrebs

4 min

Pro Jahr erkranken in Deutschland rund 21.500 Frauen und 35.960 Männer neu an Lungenkrebs (Bronchialkarzinom). Lungenkrebs steht damit bei Frauen an 3. und bei Männern an 2. Stelle der Krebserkrankungen in Deutschland.

Erkrankung

Pro Jahr erkranken in Deutschland rund 21.500 Frauen und 35.960 Männer neu an Lungenkrebs (Bronchialkarzinom).  Lungenkrebs steht damit bei Frauen an 3. und bei Männern an 2. Stelle der Krebserkrankungen in Deutschland. Das mittlere Erkrankungsalter liegt bei Frauen bei 69 Jahren und bei Männern bei 70 Jahren.

Seit Ende der 1990er Jahre erkranken immer weniger Männer neu an Lungenkrebs, während die Zahlen bei Frauen kontinuierlich ansteigen.  Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass immer mehr Frauen rauchen.

Lungenkrebs gehört zu den Tumorarten mit einer ungünstigen Prognose: Die relative 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei 15% bei Männern und 21% bei Frauen.

Mit einem Anteil von 23,5% ist die Erkrankung weiterhin mit Abstand die häufigste Krebstodesursache bei Männern und die zweithäufigste bei Frauen (15%) nach Brustkrebs.

Nach dem Erscheinungsbild des Tumorgewebes bei der mikroskopischen Untersuchung des Gewebes (Histologie) werden zwei Hauptformen von Lungenkrebs unterschieden:

  • Eine nicht-kleinzellige Form, die mit ca. 85% am häufigsten vorkommt. Nach der englischen Bezeichnung wird diese Form auch NSCLC abgekürzt ("non small cell lung cancer" = nicht-kleinzelliges Bronchialkarzinom)
  • Eine kleinzellige Form, die besonders schnell wächst und ca. 15% aller Lungenkrebsfälle ausmacht. Nach der englischen Bezeichnung wird diese Form auch SCLC abgekürzt ("small cell lung cancer" = kleinzelliges Bronchialkarzinom)

In diesem Kapitel wird nur das NSCLC als die häufigste Form von Lungenkrebs besprochen.

Ursachen und Risikofaktoren

  • Tabakrauch

    Tabakrauch ist der mit Abstand bedeutendste Risikofaktor für die Entwicklung von Lungenkrebs.  Insgesamt sind in Europa ca. 85% der Lungenkrebstodesfälle auf das Rauchen zurückzuführen.

    Dabei gilt, je länger und je mehr geraucht wurde, desto größer ist das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken.

  • Passivrauchen

    Da im Nebenstromrauch auch noch eine Vielzahl von Schadstoffen enthalten ist, sind auch Passivraucher gefährdet. So ergibt eine Analyse ein etwa 24% höheres Lungenkrebsrisiko für Frauen, die jemals einer Passivrauchexposition durch den Partner ausgesetzt waren, im Vergleich zu solchen, die nie exponiert waren. Für Männer liegt der Risikoschätzer bei 37%.

  • Weitere Risikofaktoren

    Andere Risikofaktoren spielen eine vergleichsweise untergeordnete Rolle.  Dazu gehören eine Belastung durch das Einatmen von schädlichen Substanzen wie Asbest, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe sowie Quarz- und Nickelstäube.

    Von den Luftschadstoffen sind vor allem Dieselabgase sowie eine allgemeine Feinstaubbelastung von Bedeutung.

    In Gegenden mit einer hohen Radonbelastung kann dies auch zu einem erhöhten Lungenkrebsrisiko führen.  Radon kommt natürlicherweise in Gegenden mit hohem Uran- oder Thoriumgehalt im Boden vor. Durch Übertritt des Radongases aus dem Gestein kann es zu erheblichen Konzentrationen in Innenräumen (vor allem im Keller und Erdgeschoss) kommen.

Symptome

Bei Lungenkrebs gibt es im Frühstadium keine typischen Beschwerden. Warnzeichen können sein:

  • Neu aufgetretener Husten oder die Verschlimmerung eines bereits bestehenden, länger andauernden (= chronischen) Husten
  • Luftnot (Dyspnoe)
  • Brustschmerzen
  • Auswurf mit Blutbeimengungen

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